Workshop Materialtheater

WIE HANDELT EIN DING, DASS KEIN GESICHT HAT?

Schon mal eine nackte, schwangere Frau in einem Mehlhauchkleid gesehen?

Formlose Materialien wie z.B. Sand, Steine, Späne, Folien, Wasser, Watte, Tücher, Zucker oder Eis werden auf ihre Veränderbarkeit, den Wechsel der Bedeutungen und ihren Ausdruckswillen untersucht, kombiniert, verwandelt, auch gerne mal zerstört und neu inszeniert.

Es muss ja nicht immer Mehl sein- schon das Experimentieren mit einer Folie ist außerordentlich mitreißend ;-)

 


Die Spieler*innen werden eingeladen, sich forschend auf eine symbiotisch -gleichberechtigte Bedeutungsebene mit den Materialien zu begeben und zu improvisieren; allein, mit dem Partner, mit der Gruppe - non-verbal und mit kleinen Texten.

Wie leicht fällt es uns, eigene, festgefahrene Vorstellungen aufzugeben und Neues zu akzeptieren, die Ideen der Anderen und die „Weiterentwicklung für die Sache“ zuzulassen? Schritt für Schritt lassen wir in Einzel-oder Kleingruppen-Arbeit mit den Techniken des Materialtheaters ausdrucksstarke szenische Bilder entstehen und zeigen sie uns immer wieder gegenseitig in kleinen Präsentationen vor der Gruppe.


 

Liegt das Gesamtvorhaben in einer Präsentation, befassen wir uns neben dem erweiterten Schauspieltraining***, das speziell auf die Arbeit mit Materialien ausgerichtet ist, intensiv mit den eigenen Materialien, Stückfindung und -Erarbeitung, Rollenentwicklung, etc. 

 

*** Schauspieltraining mit Materialien: Übungen für Durchlässigkeit, Phantasie und Bildersprache. Training für Atem und Stimme, Ausdruck und Körper, Wahrnehmung, Raumgefühl, Präsenz, Konzentration und Loslassen, Improvisation, Authentizität, Gefühl für Rhythmus und Tempo, Status, Spannungsaufbau etc. Wir üben uns in Sensibilität, Erdung und Loslassen, Aufmerksamkeit, Toleranz, Akzeptanz und das Zulassen anderer Ideen aus der gesamten Gruppe, respektvollem Zuschauen und Reflektieren.