Presse


9.05.2018, Schwäbisches Tagblatt

Schwäbisches Tagblatt, 15.5. 2018, Leserbrief:









Schwäbisches Tagblatt, 18.07.2016


Gäubote vom 14.6.2016

14.06.2016, Lokales, Thomas Morawitzky, www.gaeubote.de

 

Feier mit erstaunlicher Theater-Performance

 

Herrenberg: Großes Fest zum 50-jährigen Bestehen der Friedrich-Fröbel-Schule mit vielen Attraktionen

 

Die Herrenberger Friedrich-Fröbel-Schule gibt es seit mittlerweile einem halben Jahrhundert. Nachdem am Freitag der offizielle feierliche Akt über die Bühne gegangen war, beging die Schule diesen runden Geburtstag am Samstag öffentlich im großen Stil mit vielen Attraktionen und Aktionen rund ums Schulhaus - und einer erstaunlichen Theaterperformance am frühen Abend.Sie kommen auf die Bühne, zeigen sich und sagen: "Bin ich schön!" Das Theaterstück, das Schüler der Friedrich-Fröbel-Schule und Schüler des Andreae-Gymnasiums gemeinsam erarbeiteten (der "Gäubote" berichtete), ist der Höhepunkt des Festes. Seit Dezember probten die Schüler gemeinsam mit Patricia Liedtke-Wittenborn und Silke Saracoglu, zwei freien Theaterpädagoginnen aus dem nahen Tübingen. Lehrerin Nicole Walter half mit, organisierte, engagierte sich und investierte sehr viel Freizeit in das Projekt. Sie und ihre Darsteller werden belohnt am Samstagabend - natürlich mit viel Applaus von einem begeisterten Publikum.

Großer Markt der Spiele

Das Schulfest, Jubiläumsfest, begann jedoch bereits am Nachmittag um 15.30 Uhr - von da an verwandelte sich die Schule in einen großen Markt der Spiele, Mitmachangebote, Stände und Aufführungen, "Kaffee und Kuchen im Spielzimmer wie vor 50 Jahren", Tanzen nach Video, Cocktailbar, Werke aus der Kunst-AG, ein Stück mit dem bekannten "Theater aus dem Köfferchen" der Gäufeldener Puppentheaterspielerin Christine Kümmel, aufgeführt im Rhythmikraum des Kindergartens. Am späten Nachmittag dann ließen die Fröbel-Schüler in der Einfahrt ihrer Schule 200 bunte Luftballons in den Himmel aufsteigen; Antwortkarten hingen an jedem Luftballon, und bald schon also werden die Herrenberger Jugendlichen Freunde haben - in Australien oder vielleicht auch nur der Schweiz

 

 

Endlich ein Förderverein

All das war Symbol für die Gründung einer Förderschule, an der heute 65 Schüler unterrichtet werden, und die am 6. Juni 1966 ins Leben gerufen wurde. Nun, nach 50 Jahren, besitzt die Fröbel-Schule endlich den eigenen, lange ersehnten Förderverein - "Hand in Hand" heißt er. Brigitte Maurer und Tobias Tomberger, die Schulleiterin und ihr Stellvertreter, sind sehr zufrieden und glücklich übers Gelingen: Gut 140 Menschen werden in der Theateraufführung ihrer Schüler sitzen, weit mehr als 200 Menschen haben die Fröbel-Schule an diesem Tag zuletzt besucht.

Der große Auftritt, das Theater ist eine Modenschau, ein Schönheitswettbewerb, der Fragen aufwirft, Schönheitsideale infrage stellt. Sechs Schüler des Andreae-Gymnasiums und acht der Fröbel-Schule spielen, stehen auf der Bühne oder haben an der Inszenierung mitgearbeitet. Immer wieder treten sie in neuen Kostümen auf, bringen Schilder mit, auf denen Sätze zur Schönheit stehen. Sie spielen die eitle Königin mit dem Zauberspiegel, die sich schließlich Bodyguards bestellt, um ihre Schönheit zu schützen - sehr coole Schüler sind das, dunkle Brillen im Gesicht. Es gibt fabelhafte Tanzeinlagen und den Säbeltanz von Aram Katschaturjan dazu als Leitmotiv; es gibt das heitere Lied, das Doris Day so schon sang - "Que Sera": Die Schüler haben ihren eigenen Text geschrieben, er passt vorzüglich. Dazu bügeln Mädchen auf der Bühne - "Was kann schöner sein?" - und Frauen warten auf die Schönheits-OP: "Was? Sie wollen größere Füße haben?" - "Wenn man es sich leisten kann".

Wiederauflage der Kooperation

Eine Theater-Kooperation zwischen Fröbel-Schule und Andreae-Gymnasium gab es schon zuvor: Im vergangenen Jahr führten Schüler von hier und dort gemeinsam unter der Regie eines StuttgarterTheaterpädagogen Friedrich Dürrenmatts "Besuch einer alten Dame" auf. Nun haben die Schüler mit den beiden Tübinger Pädagoginnen eine Schau entwickelt, die spannend, schnell und abwechslungsreich ist, von ihnen viel Einsatz und viel Mut verlangt und dabei gezielt und auf leichte Weise soziale Klischees und Geschlechterrollen thematisiert. Und das an einem Ort, an dem solche Dinge besondere Bedeutung haben. Es geht darum, gesehen zu werden, auf der Bühne, im Leben, sich in seiner Identität zu behaupten. Die Zuschauer in der Fröbel-Schule erleben, wie die Schüler beider Schulen aufblühen während ihrer Vorstellung, ihren Spaß daran finden.

Das Fest endet mit Musik, eine Percussion-Gruppe löst das Theater ab, und im Foyer wartet eine Band namens "F.A.S.S." - die Buchstaben stehen für die Vornamen der Musiker - darauf, ihre Coverversionen aus den Hitparaden der Vergangenheit zu spielen. Eine Ukulele haben die auch dabei.

Eine Fotogalerie zum Schulfest an der Fröbel-Schule gibt es im Internet unter www.gaeubote.de 



Schwäbisches Tagblatt, 29.6.2015


Schwäbisches Tagblatt vom 24.2. 2014


GEA, 15.7.2014

Dienstag, 15. Juli 2014

 

Tübingen

12.07.2014 - 09:04 Uhr

Theater - Erst- bis Viertklässler der August-Lämmle-Schule brachten mit großer Spielfreude zwei Stücke auf die Bühne

Fabelhafte Superhexen

VON RAPHAELA WEBER

KUSTERDINGEN. Gleich zwei kurzweilige Theaterstücke führten Schüler der August-Lämmle-Schule am Donnerstagmittag in der Turn- und Festhalle auf. Eltern, Großeltern, Geschwister und andere Zuschauer, die in großer Zahl gekommen waren, wurden von den jungen Darstellern erst freudig empfangen und dann mit kreativem und fantasievollem Schauspiel bestens unterhalten.

 

Großer Auftritt für kleine Leute: die Erst- und Zweitklässler auf der Bühne der Kusterdinger Turn- und Festhalle. FOTO: WEBER

Am Ende gab es dafür begeisterten Applaus und für jedes Kind eine Rose. Die Schüler entwickelten die Stücke in zwei Theater-AGs zusammen mit Theaterpädagoginnen. Finanziert wurden die Projekte vom Förderverein der August-Lämmle-Schule.

Spielerische Annäherung


Zuerst hatten die zwölf Kinder der ersten und zweiten Klasse ihren Auftritt. Seit November entwickelte die Theaterpädagogin Silke Saracoglu einmal in der Woche für jeweils anderthalb Stunden mit den jungen Schauspielern das Stück. »Wir näherten uns zunächst spielerisch dem Medium Theater an und haben viel improvisiert. Den Kindern war dann schnell klar, dass sie mit einem Theaterstück auf die Bühne wollten und es sollte ein Märchen gespielt werden.« Dieses entführte die Zuschauer in die magische Welt, in der wie alle 22 Jahre der Wettbewerb der magischen Fabelwesen stattfand.

Nominiert waren zum Beispiel die Meerjungfrauen Glitzi Schuppe und Siri Seetang, aber auch die Hexe Rosalia Polka, gespielt von Ceylin Demerezen. Diese bringt ihre Rolle, wie die anderen, selbstbewusst auf die Bühne. Es ist deshalb kaum zu glauben, dass es schwierig für sie wird, wenn sie singen muss, wie sie einräumt. »Na, wir sind ja Superhexen!«, lautet der Titel des Stücks, in dem sich die Hexe Rosalia Polka unter anderem dem Neid ihrer ältesten Kindergartenfreundin Theodora Berbat stellen muss, weil auch diese findet, sie sei eine gute Hexe.

Lina Koch hat zwei Rollen, sie spielt den Metzger Hahnentot und Vampir Vamptor. »Ich kann den Text noch nicht perfekt, aber es wird schon.« Dass die Zuschauer kaum etwas von Textlücken mitbekommen, liegt an Silke Saracoglus Begleitung. Hin und wieder greift sie ein und hilft den Kindern. Auch wenn die Stimmen leiser werden, muntert sie auf, doch wieder lauter zu sprechen. So merkt man kaum, dass die Kinder zum ersten Mal auf der Bühne stehen und aufgeregt sind, wie einige zugeben.

Engagement der Eltern


»Toll ist es auch, wie sich die Eltern der Theaterkinder engagieren«, sagt die Theaterpädagogin. Sie halfen zum Beispiel beim Bau der Kulissen. Einige Mütter waren beim Schminken der Kinder und beim Frisieren vor der Aufführung dabei, und zwei Mütter saßen während des Stücks die ganze Zeit mit auf der Bühne und unterstützten die Kinder beim Umbau zu neuen Szenen. ...
(GEA)


Schwäbisches Tagblatt, 10.7.2014