Fabelhafte Superhexen

Foto: Raphaela Weber, GEA

Dienstag, 15. Juli 2014

 

Tübingen

12.07.2014 - 09:04 Uhr

Theater - Erst- bis Viertklässler der August-Lämmle-Schule brachten mit großer Spielfreude zwei Stücke auf die Bühne

Fabelhafte Superhexen

VON RAPHAELA WEBER

KUSTERDINGEN. Gleich zwei kurzweilige Theaterstücke führten Schüler der August-Lämmle-Schule am Donnerstagmittag in der Turn- und Festhalle auf. Eltern, Großeltern, Geschwister und andere Zuschauer, die in großer Zahl gekommen waren, wurden von den jungen Darstellern erst freudig empfangen und dann mit kreativem und fantasievollem Schauspiel bestens unterhalten.

 

Großer Auftritt für kleine Leute: die Erst- und Zweitklässler auf der Bühne der Kusterdinger Turn- und Festhalle. FOTO: WEBER

Am Ende gab es dafür begeisterten Applaus und für jedes Kind eine Rose. Die Schüler entwickelten die Stücke in zwei Theater-AGs zusammen mit Theaterpädagoginnen. Finanziert wurden die Projekte vom Förderverein der August-Lämmle-Schule.

Spielerische Annäherung


Zuerst hatten die zwölf Kinder der ersten und zweiten Klasse ihren Auftritt. Seit November entwickelte die Theaterpädagogin Silke Saracoglu einmal in der Woche für jeweils anderthalb Stunden mit den jungen Schauspielern das Stück. »Wir näherten uns zunächst spielerisch dem Medium Theater an und haben viel improvisiert. Den Kindern war dann schnell klar, dass sie mit einem Theaterstück auf die Bühne wollten und es sollte ein Märchen gespielt werden.« Dieses entführte die Zuschauer in die magische Welt, in der wie alle 22 Jahre der Wettbewerb der magischen Fabelwesen stattfand.

Nominiert waren zum Beispiel die Meerjungfrauen Glitzi Schuppe und Siri Seetang, aber auch die Hexe Rosalia Polka, gespielt von Ceylin Demerezen. Diese bringt ihre Rolle, wie die anderen, selbstbewusst auf die Bühne. Es ist deshalb kaum zu glauben, dass es schwierig für sie wird, wenn sie singen muss, wie sie einräumt. »Na, wir sind ja Superhexen!«, lautet der Titel des Stücks, in dem sich die Hexe Rosalia Polka unter anderem dem Neid ihrer ältesten Kindergartenfreundin Theodora Berbat stellen muss, weil auch diese findet, sie sei eine gute Hexe.

Lina Koch hat zwei Rollen, sie spielt den Metzger Hahnentot und Vampir Vamptor. »Ich kann den Text noch nicht perfekt, aber es wird schon.« Dass die Zuschauer kaum etwas von Textlücken mitbekommen, liegt an Silke Saracoglus Begleitung. Hin und wieder greift sie ein und hilft den Kindern. Auch wenn die Stimmen leiser werden, muntert sie auf, doch wieder lauter zu sprechen. So merkt man kaum, dass die Kinder zum ersten Mal auf der Bühne stehen und aufgeregt sind, wie einige zugeben.

Engagement der Eltern


»Toll ist es auch, wie sich die Eltern der Theaterkinder engagieren«, sagt die Theaterpädagogin. Sie halfen zum Beispiel beim Bau der Kulissen. Einige Mütter waren beim Schminken der Kinder und beim Frisieren vor der Aufführung dabei, und zwei Mütter saßen während des Stücks die ganze Zeit mit auf der Bühne und unterstützten die Kinder beim Umbau zu neuen Szenen. ...
(GEA)


Schwäbisches Tagblatt, 10.7.2014