Felder & Methoden

THEATER-PÄDAGOGISCHE FELDER

Theaterpädagogik will den Blick für die Theater-Kunst öffnen und soziale und ästhetische Kompetenzen fördern.

 

Schon ganz kleine Menschen, Jugendliche, Erwachsene machen allerorten Theater-Trainings, Aufführungen, Werkschauen.

An Schulen wird darstellendes Spiel unterrichtet, in Studiengängen oder Ausbildungsstätten kann "Beruf" schon mal theatral geprobt werden - beispielsweise im Kompetenz-Training oder im Service-Orientierungskurs.  


Auch in Unternehmen "spielen" Mitarbeiter, Chefs und Teams in Seminaren und Coachings, üben sich theatral in Motivation, Kommunikation und Körpersprache oder auch im Umgang mit Arbeitssituationen, betrieblicher Entwicklung und Veränderungen...

Dass man mit Theatermethoden Themen wie Stress-, Sucht- oder Gewaltprävention bearbeiten kann, steht außer Frage.

Ebenso in sozialen Brennpunkten oder Freizeitstätten, Spielclubs, Amateurtheatergruppen : Kinder, Eltern, Singles, Jugendliche, Senioren, Pädagogen, Menschen mit Handicaps, Arbeitslose, Flüchtlinge usw. machen Theater! Und auf die Bühne, fertig, los! 



THEATER-PÄDAGOGISCHE METHODEN - Ganz konkret:

Im Einstieg lernen die Spieler*innen durch Übungen zum Ankommen, Kennenlernen und Kontakt-knüpfen die anderen Mitspieler kennen, bauen Hemmungen ab und lernen sich selbst zu präsentieren. Entspannungsübungen und Imaginationsübungen machen durchlässiger und freier. Die Teilnehmer*innen bauen Kontaktängste ab, fühlen sich lockerer, offener und wacher. Weiter kann es mit Schauspieltraining zur Körper-, Atem-, Stimm- und Sprechwahrnehmung gehen. Vertrauens- und Ensemble-bildende Übungen schenken den Spieler*innen eine bessere Wahrnehmung vom Raum, von sich selbst und den Anderen. Kreativitätsspiele regen die Phantasie an.

Für die Auseinandersetzung zu einem Thema bereichern vielfältige Methoden aus den verschiedenen Sparten des Theaters (Biografisches Theater, Erzähltheater, Maskentheater, Material-, Objekt- und Figurentheater, Improvisationstheater, Politisches Theater, Straßentheater, Commedia dell’arte, Kabarett, Comedy und Clownerie, Chorisches Theater etc.) und ebenso Methoden aus verwandten Künsten wie Tanz, Bildnerisches und Musik den theaterpädagogischen Prozess.

Immer wieder wird das Erarbeitete in der Gruppe präsentiert und im Austausch über Inhalte und Erlebnisse reflektiert.

Zum Ende werden die Teilnehmer*innen spielerisch in den "neuen" Alltag verabschiedet- bis zum nächsten Mal!

Aufführung ja oder nein? Das ist eine Frage der Absprache mit allen Beteiligten: manchmal liegt der Schwerpunkt auf dem theaterpädagogischen Arbeitsprozess, oftmals werden in sogenannten Werkschauen Teilergebnisse des Prozesses gezeigt. Bei anderen  Projekten wird konkret auf die Aufführung hingearbeitet und dann geht's ab auf die Bühne! Und Applaus!